In diesem Artikel gibt es zahlreiche Tipps und eine Hilfestellung, wie man das Internet für den eigenen Onlineshop richtig nutzen kann.
1. EINTAUCHEN
Wenn man es schon nicht getan hat, sollte man sich mit allen Facetten des Internets vertraut machen. Man muss begreifen, was es so einzigartig macht (Hinweis: im Gegensatz zu seinem Vorgänger ist es interaktiv, mit dem Prinzip der Selbstbedienung).
2. ZWECK
Warum hat man eine Webseite für das eigene Unternehmen? Weil es gerade in Mode ist? Weil alle Konkurrenten auch eine haben? Welches Produkt möchte man über die Webseite verkaufen, dass a) Die Konkurrenz nicht hat und b) Der Kunde kann es nicht über ein anderes Medium beziehen ? Man soll zuerst immer an das denken, was beim Kunden Anklang findet.
3. ZIELE
Was soll eigene Webseite für das Unternehmen tun, außer stetig eine Datenbank potentieller Kunden zu füttern? Man bedenke, dass das Internet nur ein Medium unter vielen ist. Nur wenige e-Commerce-Webseiten sind ohne Zusammenspiel mit anderen Medien/Absatzkanälen ertragreich.
4. MARKENPOLITIK
Man wirbt für jedes verwendete Medium. Man soll den Kunden den Zugriff über deren bevorzugtes Medium erleichtern. Die URL der eigenen Webseite auf allem zu erwähnen, was mit dieser Webseite in Verbindung steht (Visitenkarten, Broschüren, usw.), ist dabei die einfachste Möglichkeit.
5. DESIGN
Man soll jemanden finden, der sich um das Design der Website kümmert, oder dieses neu konzipiert, der sie auch registriert und einen Host für diese Seite findet, diese auf bei den gängigsten Portalen und Suchmaschinen unterbringt und sie verwaltet.
Kurz um, wie findet man einen Webdesigner? Man geht auf eine Webseite, welche man mag und wenn diese nicht vom Unternehmen selbst erstellt wurde, hat diese einen Link zu deren Design-Team. Danach geht man auf die Webseite des Design-Teams. Man soll sich deren Werke ansehen und herausfinden, was die Philosophie darin ist und wie dessen eigene Webseite funktioniert.
Man kann sich an ein lokales Unternehmen wenden. E-Mail ist zwar nicht schlecht, aber direkte Kommunikation ist durch nicht zu ersetzen.
Wie viel kostet das Erstellen einer Website? Das ist in etwa so, als ob man fragen würde “Wie viel kostet ein Auto? Es kommt ganz darauf an, was man will. Man muss in etwa eine Vorstellung davon haben, wie viel man ausgeben möchte. Wenn Teile der Webseite designt/neudesignt werden müssen, fragt man nach dem Kostenaufwand, “nicht der Rede wert” ist keine hinnehmbare Antwort.
6. INTERFACE & NAVIGATION
Die Menschen benutzen das Internet in erster Linie, weil es bequem ist und Zeit spart. Jeder der eigene Webseite besucht, sollte sofort wissen, worum es sich beim Unternehmen handelt, was man anbietet und wie schnell man an die Informationen/Produkte/Dienstleistungen kommt, die man sucht. Für das alles hat man nur wenige Sekunden Zeit, deswegen braucht man eine schnelle Downloadrate. Man soll nicht versuchen, Seitenbesucher mit ausgefallenen Grafiken zu blenden. Bevor diese Grafikelemente heruntergeladen wurden, ist der potentieller Kunde schon längst zur Webseite des Konkurrenten gegangen. Man soll auch an eine “Lite-Version” des eigenen Shops denken, für Personen mit einem langsameren Modem.
Die Webseite sollte darüber hinaus übersichtlich sein. Die Navigation muss für jede Art von Benutzer intuitiv sein. Z.B. ShopFactory ermöglicht es, Shops mit mehreren Bereichen schnell zu errichten, um den Kunden die Navigation zu erleichtern.
7. ZIELGRUPPE
Man legt die Zielgruppe fest und spricht diese auch an. Das Internet ist kein Massenmedium. Damit die Webseite ertragreich wird, braucht man nicht 100 Millionen Besucher, man braucht in Wahrheit noch nicht einmal 1 Million Besucher. Man braucht nur ein paar hundert oder tausend Personen, die am Kauf der Waren oder Services interessiert sind. Man soll die Zielgruppe bei der Wahl des Designs der Webseite berücksichtigen.
8. AUFBAU EINER DATENBANK
Internet und E-Mail sind die bisher günstigsten Instrumente, die einem Unternehmer zur Verfügung stehen, um sein Geschäft zu betreiben. Man erstellt eine Datenbank, welche die Besucher der Webseite erfasst, denn diese sind mit größter Wahrscheinlichkeit die zukünftigen Kunden. Man sammelt Informationen zu diesen Personen, indem man ein paar einfache demographische Fragen stellt. Mann soll versuchen, wie bei allem Anderen ihm Netz auch, daraus ein freudiges Erlebnis zu machen. Man soll den Kunden etwas für die aufgebrachte Zeit bieten (Rabatt auf künftige Services, Erlass der Versandkosten bei der ersten Bestellung, usw.)
9. WERBUNG
Man darf nicht erwarten, dass irgendetwas passiert, nachdem die eigene Webseite bei allen gängigen Portalen und Suchmaschinen aufgelistet wurde. Es sei denn, man kann Tausende von Euro aufbringen, um auf diesen Seiten zu werben, hat man sich im Grunde nur einen Platz in den globalen Gelben Seiten gesichert.
Damit man den eigenen Shop nicht im Nirgendwo aufgebaut hat, muss man nun aktiv für die Webseite werben. Die Webseitenwerbung in Suchmaschinen des Internets lockt mehr Kunden auf Ihre Webseite. Erleichtert wird dies von der ShopFactory e-Commerce-Lösung. Werbung ist in der Regel eine mühsame Arbeit, E-Mail für E-Mail, Webseite für Webseite. Hier ein paar Tipps:
Man verlinkt die Webseite mit anderen Seiten, die potentielle Kunden ebenfalls besuchen.
Man wirbt bei Freunden und Kollegen (per E-Mail) und bietet diesen einen Erlass beim Kauf und/oder bei der Gewinnung von Neukunden. (Es ist erstaunlich wie oft dies vergessen wird).
Man verwendet Permission Marketing, um regelmäßig Ankündigungen via E-Mail an die Datenbank zu senden (“opt-in”). Man soll es nur tun, wenn man etwas Interessantes zu berichten hat (neues Design, neue Features, Produkte oder Services). Man darf nicht einfach “Hallo” sagen, da man somit den Leuten einfach nur die Zeit stehlen würde. Man kann saisonbedingte Sonderangebote, Geschenkideen, Preisausschreiben, Kupons, usw. anbieten. Die Möglichkeit, sich aus der Liste zu streichen, muss auch vorhanden sein. (“opt-in”).
Es ist eine Atmosphäre der Gemeinschaft oder eines Klubs zu schaffen. Dadurch wird man eher geneigt sein, auf den Onlineshop zurückzukommen. Man richtet einen Ort (Bulletin, Chatroom) auf der Seite ein, in dem man eigene Meinung äußern kann und die Fragen bezüglich des Unternehmens und Ihrer Branche beantworten kann. Wiederholter Kunden-/Unternehmensaufstau ist für die Ergiebigkeit der Webseite nicht gerade förderlich.
Man sucht nach neuen Programmen und Technologien (Affiliate Marketing, Streaming Media, usw.) und findet es heraus, ob diese für eigene Kunden geeignet sind.
10. VERWALTUNG
Richtig mühsam wird es leider erst nachdem eigene Webseite online gegangen ist. Auf einmal wird jeder zum Webdesigner und Producer. Man achte darauf, was man sagt und hält die Webseite auf dem neuesten Stand, um den Ansprüchen gerecht zu werden. Zur gleichen Zeit muss man ständig am Ball bleiben und nach neuen Ideen und Merkmalen suchen, sei es bei Konkurrenten oder auf den Webseiten großer und bekannter Firmen.
Armand Kuhn
armandkuhn[at]aol[dot]de
Verwandte Artikel
Armand, am 02. January 2009 in E-Commerze