Fuer eine handvoll Dollar

Die Presse überschlägt sich mit Meldungen zu den Post-Warnstreiks. Die Gewerkschaft Verdi macht Druck im Tarifkonflikt mit der Deutschen Post. Die Tarifpartner hatten sich am Wochenende nicht einigen können und noch an diesem Freitag beginnt die Urabstimmung über einen unbefristeten Streik. Der erste Streik seit über 14 Jahren Postgeschichte. Ein Streik in dem es um kürzere Arbeitszeiten, mehr Lohn und selbstverständlich auch Arbeitsplätze geht.

Unabhängig, wie sich beide Tarifpartner letztendlich einigen, stellt sich immer wieder die Frage: “Hat sich das wirklich gelohnt”? Die Gewerkschaft will eine Lohnerhöhung von 7 Prozent linear, die Post bietet 5 Prozent auf die nächsten 2 Jahre verteilt, geeinigt wird sich wie immer irgendwo in der Mitte.

Was bliebt aber dem durchschnittlichen Postmitarbeiter unterm Strich übrig. Bei einem Bruttolohn von 2.500 Euro ist die Lohnerhöhung von 7 Prozent, sprich von 175 Euro brutto abzüglich eines durchschnittlichen Steuersatzesvon 30 Prozent (ca. 52,5 Euro), lediglich ein Tropfen auf den heißen Stein. Die ca. 122 Euro netto mehr im Geldbeutel werden sehr schnell von gestiegenen Energie-, Sprit- und Lebensmittelkosten aufgefressen.

So wurde über 14 Jahre die Faust in der Tasche gemacht, um heute mit Hilfe eines Streiks ein paar Euros mehr zu haben. Anstatt sich auf die anderen zu verlassen und heute mit Unterstützung der Gewerkschaften endlich eine kleine Lohnerhöhung zu erhalten, haben viele Angestellten es immer noch nicht erkannt oder wollen es nicht erkennen, dass mit einer Festanstellung kein wahrer Wohlstand zu erzielen ist. Die Wahrheit über Geld verdienen im 21. Jahrhundert, zeigt wie sich der Durchschnittsbürger ein gutes Einkommen aufbauen kann, die keine Gewerkschaft bieten kann

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