Nachwachsende Rohstoffe als Mittel zum Klimaschutz

Nachwachsende Rohstoffe sind, wie der Name schon sagt, Rohstoffe, die nachwachsen. Aber nicht alles, was nachwächst, wird auch als Rohstoff bezeichnet. Kann man die nachwachsenden Pflanzenbestandteile essen, spricht man von einem Lebensmittel. Und obwohl tierische Produkte auch gewissermaßen nachwachsen, wird auch in diesem Bereich selten von nachwachsenden Rohstoffen gesprochen. Im pflanzlichen Bereich sind die Grenzen zwischen Lebensmittel und Rohstoff allerdings mitunter fließend.

Die nachwachsenden Rohstoffe sind in den letzten Jahren, verursacht durch das starke Ansteigen des Preisniveaus bei konventionellen Rohstoffen, wieder verstärkt in das Interesse von Landwirtschaft und verarbeitender Industrie geraten. Ein weiterer Grund für das steigende Interesse an nachwachsenden Rohstoffen ist die Notwendigkeit des Klimaschutzes.

Nachwachsende Biorohstoffe können auf zweierlei Arten genutzt werden, nämlich stofflich und/oder energetisch. Von energetischer Nutzung spricht man, sofern die Rohstoffe zur Gewinnung von elektrischer Energie oder zur Wärmeerzeugung genutzt werden.

Die stoffliche Nutzung liegt vor, wenn aus den nachwachsenden Rohstoffen Produkte hergestellt werden, die einen bestimmten praktischen oder technischen Nutzen haben. So kann man aus Naturfasern zum Beispiel Baustoffe wie Dämmmaterialien herstellen. Natürlich kann man am Ende der Nutzungsdauer eines solchen aus nachwachsenden Rohstoffen hergestelltes Produkt auch noch verbrennen und so eine thermische beziehungsweise energetische Nutzung anschließen.

Bei der stofflichen Nutzungsform speichert, das aus dem Biorohstoff hergestellte Produkt CO2 aus der Atmosphäre. Bei der energetischen Nutzung ist die CO2-Bilanz zumindest neutral. Dies ist ein immenser Vorteil gegenüber der Energiegewinnung mit Hilfe fossiler Energieträger wie Kohle, Öl oder Gas. Diesen Vorteil können die nachwachsenden Rohstoffe insbesondere in Zeiten des Klimawandels und des Klimaschutzes natürlich voll ausspielen.

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