Geisterstaedte in Nevada USA
In Nevada lebten 1859 knapp 300 Siedler. Als die großen Gold- und Silbervorkommen entdeckt wurden und damit der Nevada Goldrausch begann, wuchs die Bevölkerung sprunghaft an. Virginia City war eine der ersten Städte, die dabei entstanden. Die Comstock Goldader und später die Silberfunde ließen die Stadt auf 30.000 Bewohner anwachsen. 1898 waren die Funde erschöpft und die Menschen verließen wieder die Stadt. Heute leben in Virginia City nur noch ca. 800 Menschen, die hauptsächlich vom Tourismus leben.
Goldgräber und Prospektoren (Geologen) zogen durch ganz Nevada. Immer auf der Suche nach dem glänzenden Metall. War Gold oder Silber gefunden, sind sofort weitere Menschen (Goldgräber, Händler, Banker unter anderem) dorthin gezogen. Es entstanden neue Städte bis die Rohstoffe erschöpft waren.
Hunderte Städte sind auf diese Art und Weise entstanden und wieder verschwunden. Heute existieren diese meist nur noch als Geisterstädte (Ghost Towns). Entweder komplett abgetragen und vom Wüstenwind verweht oder es erinnern noch einzelne Gebäudereste an die Glanzzeiten vergangener Tagen.
Jede Stadt hat seine eigene Geschichte. Rhyolite ist eine der sehenswerten Geisterstädte in Nevada. Die ersten kamen 1905 und 1919 gab es die Stadt bereits nicht mehr. In der zwischen zeit lebten bis zu 10.000 Menschen in Rhyolite. Es gab Elektrizität, Theater, Schule, 3 Eisenbahnlinien, Hotels, Salons, Banken, Geschäfte und vieles mehr. In den Hügeln rund um die Stadt waren 85 Bergbau Unternehmen aktiv. Die Große USA Finanzkrise von 1907 und der schnelle Abbau der Rohstoffe verursachten das rasche Sterben der Städte.
Wer seinen Urlaub in Las Vegas oder im Westen der USA verbringt, sollte sich etwas Zeit nehmen und eine der Geisterstädte besuchen.
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